Haben Sie auch Helden aus ihrer Kindheit? Sollten Sie demnächst mal in der allzu menschlichen Falle stecken, dass Sie dringend eine Lösungen zu einem Problem benötigen und partout keine passende Idee parat haben? Dann erinnern Sie sich doch einfach an Ihre Helden und lassen Sie sie die Arbeit für Sie tun – zumindest im übertragenen Sinne.

Einer meiner jugendlichen Vorbilder ist der schlaue Bewohner dieses unbesiegbaren Dorfs in Gallien, das den Römern seit fast 60 Jahren das Leben schwer macht. Zusammen mit seinen mutigen Gefährten Obelix und Idefix meistert Asterix seine stets skurrilen Abenteuer durch eine Mischung aus Kreativität, Intelligenz und einer gehörigen Portion Zaubertrank.

Sie werden sich nun fragen, wie soll das gehen? Das mit dem Asterix-die-Arbeit-tun-lassen? Ganz einfach. Machen Sie sich zunächst Ihres Problems genau bewusst (was Sie eigentlich immer tun sollten, denn damit beginnt die Ideenfindung im Grunde). Sie denken sicher: „Ich weiß doch, was mein Problem ist!“ Manchmal stimmt es ja, aber oftmals merkt man erst bei der intensiveren Beschäftigung, dass man unbewusst oder sogar bewusst einen gewissen Teil des Problems ignoriert. So kam der Hersteller der Käsesnacks Cheetos auf die Idee, einen Lippenschutzstift  mit Cheetos-Geschmack auf den Markt zu bringen. Das Angebot floppte. Vielleicht hätte man vorher mal bei den Kunden fragen sollen, ob ein Lippenstift mit Käsegeschmack gewünscht wäre.

Am Besten also schreiben Sie erst mal grob auf was das Problem ausmacht, was es charakterisiert, welche Dinge zu bedenken sind. Sehr gut dazu eignet sich die 5-Why-Methode (LINK) oder die 6-W-Methode (LINK).

Anschließend wenden Sie sich Ihrem oder Ihren Helden zu: Stellen Sie sich die Frage, was würde Asterix tun, um das Problem zu lösen? Wie würde er herangehen, was würde er als Erstes tun? Würde er eine List anwenden und wenn ja welche? Würde er seinen Freund Obelix fragen, seine Kraft einzusetzen? Würde er einen Schluck Zaubertrank verwenden und selbst „durch die Wand“ gehen?

Lasse Sie ihren Ideen freien Lauf und schreiben Sie alles auf, was Ihnen in den Sinn kommt, je verrückter desto besser.

Und jetzt kommt der Clou: „Übersetzen“ Sie nun die Taten, Hilfsmittel, Partner, Vorgehensweisen ihres Helden in die reale Welt. Sie werden sehen, plötzlich tauchen ganz logische, realisierbare Lösungen auf! Probieren Sie es einfach aus!

Übrigens, sie können auch jeden anderen beliebigen Helden nehmen, oder auch mehrere, dann bekommen Sie umso mehr Lösungsmöglichkeiten: Hier sind ein paar Heldenvorschläge für Sie: Wickie, E.T. Terminator, Kleopatra, Steve Jobs, Mahatma Gandhi, Christopher Columbus, Cäsar u.v.a.

 

Probieren Sie´s aus!

 

P.S.: Diese Methode wird übrigens auch „Die Augen des Experten“ genannt.