Kürzlich wurde ich gefragt, was es denn bringt, alte Ideen wieder rauszukramen und erneut zu benennen? Warum sollen wir uns denn nicht gleich mit neuen Ideen beschäftigen? Sicher ein Gedanke, der von Vielen geteilt wird.

Aber es gibt zwei wesentliche Vorteile des „Aufwärmens“ von bereits früher vorgebrachten Ideen:
– Erstens wird das Gehirn quasi von diesen Ideen „befreit“. Durch das Nennen von Ideen schafft man im Gehirn Platz für Neues. Man nennt und schreibt seine bislang bestehenden Überlegungen auf und zeigt sie so der Realität. Das funktioniert übrigens nicht nur im Team, sondern geht auch im stillen Kämmerlein. Erst wenn man alles das benannt hat, was schon mal als Idee im Raum stand, kann man sich beruhigt den neuen Eingebungen zuwenden. Und so entstehen dort, wo Sie vermeintlich schon mal bahnbrechende Eingebogen hatten, plötzlich ganz neue Ansätze.

– Und Zweitens ist es gerade in einer Gruppe so, das man selbst denkt, diese oder jene Idee schon vorgetragen und zu Grabe getragen zu haben. Aber andere Teilnehmer wussten bislang nicht von diesem Ansatz, der vielleicht mit der einen oder anderen gedanklichen Zutat Dritter plötzlich genau den Dreh bekommt, der diese Idee dann wieder voranbringt.

Es ist also ganz einfach, wirklich umsetzbare Ideen kommen dann, wenn man sich die bestehenden Ideen deutlich macht. Eigentlich auch ganz einfach…

Denken Sie selbst!