Vor kurzem habe ich eine kleine Diskussion auf Facebook mitverfolgt. Es ging dabei um E-Reader und die Frage, ob für diese Gerätegruppe noch Innovationen zu erwarten sind.

Für das Lesen von eBooks gibt es in der Regel zwei Lager:

  • Die Traditionellen
  • Die Praktischen

Die Traditionellen verweigern sich dem digitalen Lesen und bestehen weiterhin darauf, nur „echte“ Bücher zu lesen, möchten das haptische Gefühl beim Lesen nicht vermissen und wollen oft auch ihre Belesenheit anhand ihres Bücherschranks nachweisen können. Die Praktischen dagegen schwören darauf, jederzeit alle für sie gerade wichtigen Bücher dabei zu haben und unterstreichen gerne, dass ihnen der Inhalt wichtiger ist als die Form. Gewissermaßen ein Glaubenskrieg, denn es geht dabei auch um die Haltung zur Technik und dem Neuen an sich.

Auch wenn oder gerade weil die Teilnehmer an obiger Diskussion allesamt der Gruppe der Praktischen zuzuordnen waren, schlich sich ein beim Lesen der Beiträge ein kleines Fragezeichen in mein Hirn. Denn es wurde dann mehr und mehr darüber nachgedacht, dass eReader Stand heute schon „technisch ausentwickelt“ sind und man eigentlich auf diesem Gebiet keine weiteren Innovationen zu erwarten habe.

So habe ich mal etwas recherchiert. Erstaunlicher Weise gibt es eReader, also digitale Geräte zum Lesen von Buchinhalten, schon seit fast 30 Jahren auf dem Markt. Grundlage war die CD-Rom, die eine für damalige Zeiten immense Datenmenge speichern konnte. So bot Sony 1990 den Data Discman (DD-1) an, quasi das textliche Pendant zum seinem musikspielenden Bruder Disman. Damit konnte man schon damals Texte lesen und durchsuchen.

Sehen Sie hier: [fusion_youtube id=“https://youtu.be/MXXiRJAKC4w)“ alignment=““ width=““ height=““ autoplay=“false“ api_params=““ hide_on_mobile=“small-visibility,medium-visibility,large-visibility“ class=““ css_id=““][/fusion_youtube]

Danach gab es verschiedene Versuche, elektronisch Inhalte Texte verfügbar zu machen. Doch der wirkliche Erfolg der eReader stellte sich ein, als der Hersteller E-Ink das elektronische Papiers entwickelte und somit handliche Geräte ermöglichte, die der Nutzung von Büchern sehr nahe kam.

Doch nun zur Ausgangsfrage zurück, sind nun die technischen Innovationen hier „ausentwickelt“? Als Argument wird angeführt, bis mehr Speicher oder verbesserten Displays gäbe es kaum noch Entwicklungsmöglichkeiten.

Ich sehe das etwas offener:

  • Naheliegend wären farbige Displays, erst dann gäbe es bei „Die unendliche Geschichte“ das komplete digitale Leseerlebnis (Die Technologie gibt es schon: [fusion_youtube id=“https://youtu.be/9aEYT79-vuo“ alignment=““ width=““ height=““ autoplay=“false“ api_params=““ hide_on_mobile=“small-visibility,medium-visibility,large-visibility“ class=““ css_id=““][/fusion_youtube]
  • Wenn es rollbare Fernseher gibt, warum dann keine roll- oder faltbare Modelle, die der buchähnlichen Bedienung noch näher kommen?[fusion_youtube id=“https://youtu.be/egPe8UZAUQ0″ alignment=““ width=““ height=““ autoplay=“false“ api_params=““ hide_on_mobile=“small-visibility,medium-visibility,large-visibility“ class=““ css_id=““][/fusion_youtube]
  • Neue Akkus, die sich durch Bewegung aufladen und daher nie mehr an die Steckdose müssten. [fusion_youtube id=“https://youtu.be/4j4w_36X0nU“ alignment=““ width=““ height=““ autoplay=“false“ api_params=““ hide_on_mobile=“small-visibility,medium-visibility,large-visibility“ class=““ css_id=““][/fusion_youtube]

Und noch ein anderer Gedanke zum Schluss: Können wir, selbst mit technisch sehr ausgeprägtem Fachwissen, sagen, wo das Ende einer Innovation zu finden ist? In dieser schnelllebigen Welt mit so vielen Neuerungen, die aus allen Ecken sprießen und sich gegenseitig beflügeln, wird es immer schwerer vorherzusehen, welche Entwicklung ein Produkt nimmt und was darauf folgt. Ob Laie oder Experte, solange der Blick über den Tellerrand gelingt, ist alles denk- und machbar.

Denken Sie selbst!

[/fusion_text][/fusion_builder_column][/fusion_builder_row][/fusion_builder_container]