Neulich kam mein Sohn begeistert aus der Schule. Sie hatte gerade das Thema Feuer durchgearbeitet und er erzählte begeistert, dass er jetzt weiß, wie man sich im Fall eines Brandes verhalten soll.

Ich fragte als: „Und wie verhält man sich?“. Mit diesem typischen „Kinder-Blick“ (Mensch Papa, das wisst du nicht?) antwortete er stolz: „Man ruft die 112 an und sagt die 6 W-Fragen.“ „Welche 6 W-Fragen?“ „Also: Wer ruft an? Wo ist es passiert? Was ist passiert? Wie viele Verletzte/Kranke gibt es? Welche Verletzungen/Erkrankungen und dann Warten!“ „Wie, warten?“ „Man muss warten, ob der andere noch weitere Fragen hat und dann kann man auflegen!“

So weit so gut. Zugegeben, ich wusste es nicht mehr und die sechste Frage ist wohl keine wirkliche Frage. Aber es hat mich an eine Innovations-Methode erinnert, die ebenso einfach wie effektiv ist: Die 6-W-Methode. Sie funktioniert quasi genau wie die 6-W-Fragen im Brandfall.

Sammeln Sie zunächst soviel Wissen wie möglich über eine Thema, eine Fragestellung, ein Problem, eine Aufgabe. Schreiben Sie dieses Wissen auf und machen sie es gut sichtbar, z.B. mit Moderationskarten an Pinwände.
Und nun stellen Sie die 6-W-Fragen:
– Wer?
– Was?
– Wann?
– Wo?
– Warum?
– Wie?

Seien sie dabei kreativ. Wer kann bedeuten: Wer wird das Produkt benutzen? Oder wer wird es produzieren? Oder wer wird es kaufen? Oder wer wird es verkaufen? Wer wer wird es programmieren? Oder … Oder … Oder…

Das Was kann eine Fragen danach sein, was der Kunde benutzten wird, was Sie schon darüber wissen, was wurde schon versucht usw.

Hauptsache, Sie stellen Fragen. Viele Fragen, die Antworten kommen von alleine!

Probieren Sie´s aus!