Angenommen, Sie müssen folgende Aufgabe bewältigen: Ein Unternehmen will von Ihnen einen Blitz-Check zum Status quo Ihrer Innovationskultur. Ihnen stehen ein Raum mit vielen Materialien inklusive Beamer zur Verfügung sowie ein Team von fünf Mitarbeitern aus verschiedenen Abteilungen.

Der Knackpunkt: Sie haben nur eine Stunde inklusive eines kurzen visuellen Fazits.

Nun gibt es mehrere Möglichkeiten:

  1. Sie lehnen dankend ab mit dem Hinweis, das funktioniert nicht…
  2. Sie versuchen, den Auftrag dahingehend abzuändern, mindestens vier bis sechs Stunden Zeit für diesen Workshop zu erhalten.
  3. Sie nehmen die Herausforderung an und machen sich an die Vorbereitung.

Als Innovationstreiber sollte das Motto sein: „Geht nicht gibt’s nicht!“. Damit fällt Variante 1 aus.

Als Coach ist zwar Variante 2 geschäftlich attraktiver, doch es gibt sicher einen Sinn für die kurze Zeitspanne, also wird Variante 2 auch nicht erfolgreich sein.

Bleibt Variante 3 – nun muss die richtige Methode her.

Überlegen Sie, was das Ziel dieses Mikroworkshops sein soll = eine graphische Übersicht des Status quo. Also macht es Sinn, von Anfang an visuell zu arbeiten, um nicht viel Zeit mit der Umwandlung von Gesprochenem in eine Grafik verwenden zu müssen. Das bedeutet, Sie sollten in diesem Fall mit den Teilnehmern so arbeiten, dass Sie für das Fazit schon eine gestalterische Vorlage erarbeiten.

Hier bietet sich die Methode Framework Visualisation an. Jeder erhält ein großes Blatt Papier, ausreichend viele Farbstifte und die Aufgabe, ein Bild vom Stand der Innovations–Kultur in der Firma zu skizzieren – basierend auf dem jeweiligen persönlichen Eindruck. Diese Zeichnungen werden kurz gegenseitig vorgestellt. Anschließend sollen die Zeichnungen gebündelt und die einzelnen Ideen gemeinsam auf einem großen Poster neu zusammengesetzt oder gezeichnet werden. Sie werden staunen, wie aussagekräftig in der kurzen Zeit der Status quo zu Papier gebracht werden kann. Zum Abschluss gehen Sie als Fazit auf das Bild ein und beziehen sich dabei auf die wichtigsten Aspekte einer funktionierenden Innovationskultur.

Ganz wichtig ist dabei jedoch, dass Sie zu Beginn einige Minuten darauf verwenden, ein gemeinsames Verständnis davon zu erarbeiten, was in der Gruppe unter Innovationskultur zu verstehen ist, was dazu gehört und was diese behindert. Mehr dazu lesen Sie in diesem Blogbeitrag:

Der Clou ist, sie erhalten nicht nur tiefgehende Einblicke in die individuelle Situation der jeweiligen Firma, Sie haben auch noch ein sprechendes Bild, das Sie für weitere Diskussionen und Workshops verwenden können. Und die Zeitvorgaben können Sie auch noch einhalten.

Probieren Sie’s aus!